dIE hOMEPAGE FÜR lEBENSJAHRE

Das Thema des Alters und Alterns beschäftigt die Menschen seit urdenklichen Zeiten. Während die Götter der antiken Welt als zeitlos, ewig jung und unsterblich erschienen, waren und sind Altern und Tod das Schicksal des Menschengeschlechts. Das Vergehen der Lebenszeit ist eine elementare Erfahrung und eine existentielle Grundsituation jedes einzelnen Menschen. Trotzdem ist der Prozess des Alterns nicht einfach ein biologischer Sachverhalt und auch keine anthropologische Konstante.  Er wird vielmehr modelliert von den gesellschaftlichen Verhältnissen und den Lebensweisen ein Bestandteil der conditio humana. Trotzdem ist der Prozess des Alterns nicht einfach ein biologischer Sachverhalt und auch keine anthropologische Konstante. Er wird vielmehr modelliert von den gesellschaftlichen Verhältnissen und den Lebensweisen. von den Wahrnehmungen und Deutungsmustern der einzelnen Epochen. Zualtern ist eine historisch bedingte und variable Dimension des menschlichen Lebens. Dies trifft noch mehr auf das Alter zu. Ob und wie im kontinuierlichen und in weigefächerter individueller Vielfalt verlaufenden Prozess des Alterns eine Lebensphase des „Alters“ abgegrenzt wird, wo und auf welche Weise Zäsuren im Lebenslauf gesetzt werden, ist ein Ergebnis kultureller Übereinkunft und sozialer Regelung. In diesem Sinne erscheint das Alter, auch wenn es an die biologischen Grundlagen des Alterns gebunden bleibt, als kulturelle und soziale, dem historischen Wandel unterworfene „Konstruktion“. Die Art und Weise, wie das Alter im Lauf der Geschichte „konstruiert“ wurde: ist der Gegenstand der folgenden Ausführungen.